Tageskolumne 26.04.2020

Berlin. Am Rosa-Luxemburg-Platz fanden sich heute wieder mehr als tausend Menschen zusammen, um gegen derzeitigen massiven Einschränkungen zu protestieren. Viele Demonstranten standen vor Absperrgittern, welche die Polizei rund um den Platz aufgestellt hatte, um zu verhindern, dass der Platz zu voll wird. Das ist nicht neu. Das hab ich schon paar mal in der sogenannten deutschen Hauptstadt erlebt. Meist wurde die Demo von den Polizisten am Eingangsgatter verleugnet. „Wo wollen Sie hin? Das ist hier nicht“, kam als Antwort der Uniformierten, damals zur Demo der Jugendbrigade des Widerstandes. Das ,I’ und das ,B’ schreib ich mal bewusst nicht. Bei Facebook gäbe es dafür eine Sperre. Egal. Der Rückweg zum Auto am Hauptbahnhof war damals abenteuerlicher. Beim Frauenmarsch war’s ähnlich und die anderen Male nicht besser. Berlin ist halt nicht Dresden. Jetzt so wie so nicht mehr. Mit 15 Leuten ist es halt bisschen spärlich als Hauptstadt des Widerstandes.

Ab Sonntag können die paar Hanseln aber zum Gottesdienst gehen. Der 16. muss draussen bleiben und auf den nächsten Durchgang warten. „Drei haben wir geplant, wenn viele Menschen kommen, gern auch vier“, sagte der Pfarrer Matthias Grosse (46) aus Glauchau. Ab dem 16. Besucher der Kirche droht Corona-Sündern eine Strafe von 150 Euronen oder im Extremfall ein Abbruch des Gottesdienstes. Hmm. Normalerweise stell ich mir das andersrum vor!

Mit Hanf lässt sich bestimmt vieles leichter ertragen, aber ich bin zu alt für den Scheiss. In stillgelegten Flächen des Braunkohlentagebaus Jänschwalde haben die Agrargenossenschaften Heinersbrück und Forst, sowie die Bauern der AG Neissetal auf vier Hektar drei Sorten Nutzhanf ausgesät, sagte LEAG-Sprecher Thoralf Schirmer. Im Tagebau Nochten werden Lavendel und Szechuanpfeffer angebaut. Bisher gab es dort nur Flüchtlinge ähm Findlinge. Egal. Hauptsache Stein. Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde soll bis Ende 2028 vom Netz gehen.
Hoffentlich hat man bis dahin genug Strom in den Leitungen gespeichert. Ansonsten müssen die Kobolde Überstunden schieben. Das wäre unmenschlich. Na und?!

Schönen Tag!

Ute Fugmann

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