Tageskolumne 30.11.2020

Berlin. „Corona-Pandemie“ ist Wort des Jahres 2020. „Lockdown“ schaffte es auf Platz zwei. Die ,Gesellschaft für deutsche Sprache’ (GfdS) wählt jedes Jahr mittels einer Jury zehn Wörter und Redewendungen aus, welche das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Hmm. Auf Platz drei landete „Verschwörungstheorie“, dicht gefolgt von „Black Lives Matter“. „AHA“! und „systemrelevant“ reihen sich nahtlos ein. „Triage“, „Geisterspiele“, „Gendersternchen“ und die Floskel „Bleiben Sie gesund“ sind abgedroschen ähm abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Für alle zehn hat die sächsische Sprache ein Wort in vielen Auslegungsvarianten. „Fertsch!“ So oder so. Das geht immer. Auf die Betonung kommt es an. Daran scheitert es aber in der heutigen Zeit viel zu oft.

Die unheilvolle Bundesraute kritisiert die Pläne verschiedener besonders von der Corona-Plandemie ähm -Pandemie betroffener Länder, über Weihnachten in Grossstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuch zu erlauben. Hmm. Die rautige Bundesverkanzlerin Angela Merkel begründete ihre Kritik damit, dass es nicht kontrollierbar sei, ob nur Gäste in den Hotels übernachten, die tatsächlich Verwandte in der Region besuchten. Der Zusammenhang erschliesst sich mir nicht. Egal. Die Raute argumentierte mit den Krankenschwestern der Charité, welche durcharbeiten müssten. Hä? Wie jetzt? Was hat das zusammengesparte Gesundheitssystem damit zu tun? Steckt der Drosten dahinter? Wo ist der eigentlich abgeblieben?

Vielleicht versteckt oder -steckt sich der Wirr-Kopf der Virologen in Mitten der 222 orangenen Figuren auf der Kölner Domplatte. Natürlich nicht! Dahinter steckt eine wichtige Botschaft! Der Bonner Künstler Denis Josef Messer will mit seiner Installation „Broken“ auf physische und psychische Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. „Männer des 21. Jahrhunderts können sehr wohl zu der Einsicht gelangen, dass ihre Mütter, Frauen und Töchter genauso wertvoll sind wie sie selber, und die gleiche Achtung verdienen“ Hä? Ich glaub ich spinn! Bevor die Grenzen geöffnet wurden, war das Normalzustand! Unglaublich!

Ich will nur noch aussteigen. Ich war heute bei einer Beerdigung. Bisschen Neid empfinde ich schon.

Schönen Tag!

Ute Fugmann

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s