Tagelange Bauernproteste in Berlin

Es ist kalt in Berlin und es soll noch kälter werden. Trotzdem sind seit 14 Tagen die Bauern in Berlin unterwegs. Die Demo am Brandenburger Tor in Berlin war soweit gut besucht, aber eben nicht gut genug. Die Demonstranten waren eine Mischung aus Bauernunterstützer und Gegner der Coronamaßnahmen, oder auch beides. Der Erste Bauer am Mikro sprach seine Enttäuschung über die viel zu geringe Anteilnahme aus. Immerhin geht es hier um die zukünftige Versorgung von Grundnahrungsmittel. Sehr deutlich wurde er, was die Spaltung in der Bevölkerung angeht. Auch zwischen Bauern und Landwirte kriselt es bereits, Einzelheiten nannte er nicht. Zudem sprach er von einem Gesetz, dessen Inhalt noch nicht genau bekannt ist und auch noch nicht verabschiedet wurde, aber großen Einfluss auf die Versorgung von Grundnahrungsmitteln haben wird. Wir werden die Sache im Auge behalten und zu gegebener Zeit darüber berichten.

Nachdem die Schmierpresse durch jahrzehntelange pflegliche Schonung der Kanzlerin diesen Stillstand der Politik mit verursacht hat, dementsprechend bescheiden war auch das Interesse an den Bauerndemos. Von der Systempresse war lediglich zu entnehmen, dass sich unter den Bauern auch „rechtsextreme Bauern“ untergemischt haben sollen. Woran sie das fest machen entzieht sich meiner Kenntnis, wahrscheinlich haben sie in ihrer Paranoia schon Kartoffeln oder Äpfel mit Hakenkreuze gesichtet.

Wie wir von den Bauerndemos aus dem letztem Jahr wissen, akzeptieren die Bauern nicht, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit infolge auferlegter EU-Vorschriften leidet. Eine, aus meiner Sicht überaus wichtige Forderung auf der Bauerndemo war unter anderem, die Bevorzugung heimischer Produkte!

Eine weitere Forderung war die Aussetzung der Düngeverordnung 2021 und aller in 2020 beschlossen Verordnungen und Gesetze betreffend Ackerbau und Nutztierhaltung. Dabei geht es unter anderen um die düngerechtlichen Vorschriften. Für die angeblich zu hohen Nitratwerte im Grundwasser, sehen die Bauern sich NICHT als Verursacher.

Als Verbraucher steht man zum Thema Düngemittelverordnung natürlich zwischen Baum und Borke. Einerseits lehnt der Verbraucher den Einsatz von Pestiziden ab, auf der anderen Seite sind Biobauern ohne Einsatz von Pestizide nicht mehr Wettbewerbsfähig, weil sie gegen die Umwelteinflüsse und bestimmte Schädlingsarten nicht mehr ankommen.

Eine Bauern-Gesprächsrunde gab es auch mit der Weinkönigin Julia Klöckner. Dabei ging es insbesondere um ein Forderungspapier der Bauern, welches nicht gerade wenig Punkt enthält. Klöckner mag zwar – im Gegensatz zu Merkel – äußerlich etwas ansehnlicher wirken, aber sie versteht überhaupt nichts von dem, was Bauern leisten. Kräht Klöckner auf dem Mist, bleibt eben alles wie es ist. Wie bei allen anderen Bauerndemos blieb es bei Vertröstungen und schöne Worte. Untauglich und widersprüchlich zeigt Klöckner sich auch zum Thema „Klimawandel“. Einerseits fabuliert sie was von wichtiger Aufforstung, auf der anderen Seite verhält sie sich mucksmäuschenstill, wenn im Sinne der Grünen in Deutschland ein Wald nach dem anderen für Windräder gerodet wird.

Solange die alternativlose EU die komplette Herrschaft hat, wird sich gar nichts ändern. Wie wir seit März letzten Jahres wissen, hat der Mittelstand ausgedient, alles andere bestimmen von nun an die großen Konzerne. Unterm Strich kann man sagen, es sind tagelange Gespräche mit Politik und Handel geführt worden, und mit leeren Taschen werden die Bauern wieder ihren Heimweg antreten.

Einige Gespräche gab es auch mit einigen Demonstranten, denen es nicht entgangen ist, dass immer mehr Obst und Gemüse aus Nord- und Südafrikanischen Staaten in den Regalen landen, während tonnenweise Obst und Gemüse aus den europäischen Nachbarländern, wegen Corona-Einreiseverbote vernichtet werden mussten.
Darum eine große Bitte an Euch! Unterstützen können WIR unsere Bauern zumindest in der Hinsicht, indem wir im Supermarkt mehr und öfter auf die Herkunftskennzeichnung achten und nur noch auf regionale Produkte zurückgreifen.

Hier ein Zitat eines Bauern, gefunden im soz. Netzwerk:

„Bei privaten Plauderein mit Abgeordneten in diversen Bierkellern Berlins haben sich selbige über die Demos der Bauernschaft meist nur lustig gemacht und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von den Lobbyisten der Industrie betont“.

Die Polizei war bei der Demo wieder einmal damit beschäftigt, Leute abzuführen die keine Maske trugen, oder man forderte bei einigen Demonstranten gleich mehrmals die Maskenbefreiung. Sehr auffällig, aggressiv und provokativ zeigen sich immer wieder die jungen „Hühner“ bei der Polizei. Offensichtlich handelt es sich um Beamte auf Probe, meist ohne eigene Kinder mit wenig Lebenserfahrungen. Wenn man wie ich selber Kinder groß gezogen hat, hat man ein Gespür dafür. Aber auch die werden eines Tages begreifen, dass sie im gleichen sinkenden Boot sitzen und sobald sie nach Feierabend ihre Dienstkleidung abgelegt haben, nicht mehr oder weniger Wert sind, wie Lieschen Müller von nebean. Ich erinner an dieser Stelle an den O-Ton Söder: „Normalzustand wie vor Corona wird es auf absehbare Zeit nicht geben“.
Unbemerkt bleibt auch nicht, dass die Polizei längst nicht mehr nur die Antifa zum Feind hat. Inzwischen hat sich die Polizei auch große Teile der Bevölkerung zum Feind gemacht. Ausschlaggebend dürften vor allem die brutalen Übergriffe auf friedliche Demonstranten und die neuerlichen Übergriffe auf Familien mit Kindern sein.

An dieser Stelle sage ich: Danke an ALLE, die am Wochenende in ganz Deutschland auf der Straße waren. Respekt an alle, die immer wieder versuchen dieses Land zu verteidigen. Wer sich aber immer noch devot unterwirft, obwohl alles so unglaublich offensichtlich ist, ist mir kein einziges Wort würdig.

Elke Metzner

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