AfD Schleswig-Holstein in Seenot?

AfD Schleswig-Holstein in Seenot?

Die AfD in Schleswig-Holstein kann sich vordergründig nicht von Doris v. Sayn-Wittgenstein lösen:
Die geplante Wahl eines neuen Landesvorstandes am vergangenen Wochenende ging gründlich schief.

Die Schuld hierfür wurde in Hetztiraden der nicht anwesenden, alten Landesvorsitzenden zugeschoben, die sich nicht von der Macht lösen könne und spalte. Und in der Tat: Sollte v. Sayn-Wittgenstein auch die zweite Instanz ihres Parteiausschlußverfahrens vor dem Kammergericht in Berlin gewinnen, wäre sie wieder ordentlich gewählte Vorsitzende. Viele Mitglieder wünschen sich dies, weil die AfD unter Sayn-Wittgensteins Vorsitz gut dastand.

Wie jedoch aus Schleswig-Holstein zu hören ist, soll v. Sayn-Wittgenstein aber gar nicht am Amt kleben: Schon länger hat sie sich für Gereon Bollmann als ihren Nachfolger ausgesprochen und der hätte am vergangenen Sonnabend auch die Mehrheit als Vorsitzender bekommen.

Bollmann konnte sich jedoch am Wochenende überraschend nicht durchsetzen! Er war nämlich – für viele Mitglieder überraschend – nur im Duo zu haben: Ausgerechnet mit Volker Schnurrbusch, der in der Vergangenheit nicht unbedingt mit Leistung hervorstach. Er war für den Landtagswahlkampf 2017 verantwortlich, was dazu führte, daß der gesamte damalige Vorstand, dem er als stellv. Vorsitzender angehörte, nicht entlastet wurde. Weil Bollmann von Schnurrbusch nicht lassen wollte, wurde am Sonnabend Mal um Mal gegen den Willen einer Sperrminorität von Mitgliedern gewählt, bis der Parteitag abgebrochen werden mußte.

Am Freitag machte eine Nachricht von einer „Unterwanderung“ des Landesverbandes Niedersachsen durch den „Flügel“ die Runde (https://www.rundblick-niedersachsen.de/geheimtreffen-der-fluegel-plant-die-unterwanderung-der-afd/).

Wie zu erfahren war, hat es auch in Schleswig-Holstein seit vergangenem Jahr geheime Flügeltreffen gegeben, an denen nicht nur Bollmann und Schnurrbusch teilgenommen haben; bei diesen Treffen soll sogar mit Unterstützung aus Erfurt das Tableau für den neuen Landesvorstand aufgestellt worden sein. Besonders ärgerlich: Die AfD Schleswig-Holstein steht unter Bezugnahme auf den „Flügel“ erstmals im Verfassungsschutzbericht.

Und so läßt die Verweigerungshaltung der Sperrminorität in Schleswig-Holstein ihr Verhalten in einem ganz anderen, sogar plausiblen Licht erscheinen.
Merke: Es ist nicht immer so, wie es scheint.

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