Die Hochwasserkatastrophe in NRW. Der Leverkusener Ratsherr Markus Beisicht im Interview!

Interview mit dem Leverkusener Rechtsanwalt & Ratsherren Markus Beisicht (Aufbruch Leverkusen) zur Flutkatastrophe in NRW

Herr Beisicht, wie gestaltet sich die Situation in Leverkusen?

Beisicht: Im Gegensatz zur durch die Altparteien und Medien aufgeputschten Corona-Krise erleben wir aktuell eine wirkliche Katastrophe. In vielen Straßen erkenne ich meine Heimatstadt nicht wieder. Da wo noch vor ein paar Tagen die Menschen die lang ersehnten Lockerungen bei einem Eis oder einem Bier genossen, herrscht nun Chaos und Verwüstung. Viele Menschen die schon in der Corona-Krise um ihre Existenz bangen mussten, stehen nun vor einem endgültigen finanziellen Scherbenhaufen. Viel schlimmer ist allerdings, das dutzende Menschen in NRW ihr Leben verloren haben. Ihren Angehörigen gilt mein tiefstes Mitgefühl.

Mittlerweile werden Vorwürfe laut das die Bevölkerung zu spät vor dem Hochwasser gewarnt worden sei, was sagen Sie zu diesen Vorwürfen?

Beisicht: Wie schon bei anderen Vorfällen, musste man erst die Auslandspresse zur Hand nehmen um über gewisse Vorgänge informiert zu werden. Erst danach berichteten die Mainstream-Medien über diese Vorwürfe. Alleine dieser Sachverhalt ist ein untragbarer Zustand. Meteorologen haben rechtzeitig vor einer drohenden Hochwasserlage gewarnt. Weder die Politik noch die Medien haben angemessen reagiert und gehandelt. Während beim Thema Corona täglich neue Panikmeldungen verbreitet worden, passierte hier kaum etwas. Etliche Menschenleben hätten gerettet werden können. Hier fordere ich eine schonungslose Aufklärung, aber zuerst muss den Menschen in den betroffenen Regionen geholfen werden, dies hat oberste Priorität!

Kaum erreichten uns die ersten Meldungen über die Hochwasserkatastrophe, stellten sich verschiedene Politiker vor die Kameras und fabulierten die aktuelle Katastrophe wäre ebenfalls eine Folge des Klimawandels. Wie bewerten Sie solche Aussagen?

Auch solche Aussagen machen deutlich das derartige Politiker jeglichen Bezug zum Volk verloren haben! Die Menschen brauchen und erwarten Hilfe und bekommen eine von Klimahysterie geprägte Gardinenpredigt. Überschwemmungen und Naturkatastrophen hat es schon immer gegeben, sie sind sicherlich keine Folge eines angeblich von Menschen gemachten Klimawandels! Trotzdem ist natürlich ein Umdenken in der Umwelt- und Naturschutzpolitik notwendig, um derartige Katastrophen in Zukunft zu vermeiden oder zumindest abzumildern. Aber ein Umdenken was von Vernunft und Sachlichkeit geprägt ist und nicht von Klimahysterie sowie blinden Aktionismus!

Welche Maßnahmen wären denn Ihrer Meinung nach notwendig um zukünftig derartige Katastrophen zu vermeiden?

Beisicht: Ganz vermeiden lassen sich solche Katastrophen natürlich nicht. Trotzdem besteht Handlungsbedarf. Bodenversieglungen sind zu vermeiden, gerade in Hochwassergebieten. Hinzu sind da wo es möglich ist, natürliche Überflutungsflächen zu schaffen. Oftmals wird aus reiner Profitgier Hochwasserrisikogebiet als Bauland freigegeben, solche Maßnahmen sind zu unterbinden!

Ich muss aber auch ein Thema ansprechen, was einigen Politikern wieder die Zornesröte ins Gesicht treiben wird. Deutschland ist eines der dicht besiedelten Länder Europas. Es wird immer schwieriger geeignetes Bauland zu finden, was auch dazu führt das in Problemgebieten gebaut wird. Trotzdem sind die Vertreter der Altparteien noch immer der Meinung, Deutschland könnte die halbe Welt aufnehmen. Eine derartige Politik der offenen Grenzen wird die aktuelle Situation noch verschärfen. Dies ist eine unbequeme Wahrheit, vor der insbesondere rot-grüne Realitätsverweigerer die Augen verschließen; auf Grund einer falschen politischen Korrektheit!

Weitere Maßnahmen im Bereich Katastrophenschutz und Vorsorge wären die bessere finanzielle Unterstützung von Freiwilligen Feuerwehren, die oftmals um jeden Cent kämpfen müssen. Gerade diese oftmals ehrenamtlichen Helfer sind ein wichtiger Stützpfeiler unserer Gesellschaft und leisten nicht nur in der aktuellen Situation eine großartige Arbeit. Gerade dieser Bereich wurde kaputtgespart, so das in vielen Vereinen schon keine Nachwuchsarbeit mehr stattfinden kann. Eine Nachwuchsarbeit die exorbitant wichtig ist, da hier zukünftige Lebensretter ihre Grundlagen erlernen!

Auch in das THW und in Frühwarnsysteme muss natürlich investiert werden. Wir sind glaube ich das einzige Land der Welt, was in derartige Schutzmaßnahmen im Ausland investiert und selbst für klimatisierte Hundezwinger in Afghanistan sorgt, aber die eigene Infrastruktur vernachlässigt! Wer sich Politiker wie Laschet und Co. anschaut und diese auch noch wählt, braucht sich über ein solches agieren nicht zu wundern!

Wie bringt sich der Aufbruch Leverkusen in die aktuelle Krisenbewältigung ein?

Beisicht: Natürlich sind auch Mitglieder und Unterstützer des Aufbruch Leverkusen bei den aktuellen Aufräumarbeiten im Einsatz. Was benötigt wird ist Hilfe vor Ort. Was nicht benötigt wird, sind Politiker die die aktuelle Katastrophe für Wahlkampfzwecke missbrauchen! Ein Foto mit einem Sandsack oder einer Schaufel in der Hand, ein paar schnelle Bilder für die Presse, das haben wir in der Vergangenheit schon öfters erleben müssen.

Der Aufbruch Leverkusen wird dieses wichtige Thema natürlich auch im Stadtrat zur Sprache bringen, denn auch in Leverkusen besteht Handlungsbedarf. Um Hochwassergeeschädigte zu unterstützen, werden wir auch einen Antrag in den Stadtrat einbringen auf Sitzungsgelder zu verzichten und diese an Hochwassergeschädigte zu spenden. Hier sollten alle Ratsmitglieder über Parteigrenzen hinweg mit einem guten Beispiel vorangehen!

Herr Beisicht wir bedanken uns für das Interview. Die letzten Zeilen gehören ihnen.

Beisicht:

Ich möchte mich bei allen Helfern bedanken. Egal ob freiwillige Helfer, Kräfte der Feuerwehr oder des THW, alle arbeiten aktuell bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Eine Gesellschaft die man im Zuge der Corona-Krise noch auseinanderdividieren wollte, steht zusammen und packt an! Dies ist zumindest ein kleiner Lichtblick inmitten einer Katastrophe.

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