Protest, Zeitvertreib oder Effektivität?!

Im Jahr 2014/2015 merkten auch die letzten Bürger (also die halbwegs normal gebliebenen 10%) dass hier irgendwas gewaltig schief läuft.

Es formierten sich Bürgerproteste, die eigentlich als „Anti-Euro Partei“ ins Leben gerufene AFD bekam massig Zuspruch und es rappelte im Karton der BRD.

Nahezu jeden Tag fanden Kundgebungen und Demonstrationen statt und die blaue Partei zog in sämtliche Parlamente ein.

Protest auf allen Ebenen sozusagen.

So weit so gut.

Was man der sogenannten (und auch vollkommen zu Recht) „alten Rechten“ vorwirft, kann und muss man auch der sogenannten „neuen Rechten“ vorwerfen. Und auch das vollkommen zu Recht!

Mit all dem Potenzial und vor allem auch mit all den finanziellen Mitteln wurden keinerlei Strukturen aufgebaut.

Ich sehe keine eigenen Wirtschaftskreisläufe, keine Immobilienprojekte, keine wirkliche Jugendorganisation usw.

Ich sehe eine 14 tägige Wanderveranstaltung und eine in sich vollkommen total zerstrittene Partei, die fast ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt ist.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin froh, dass es die AFD und auch die Veranstaltungen in Dresden gibt, aber es reicht halt nicht aus, um etwas nachhaltiges zu schaffen.

Wenn ich heute dabei wäre, mich für Politik und Gesellschaft zu interessieren, welchen Grund / Sinn würde es für mich geben, mich parteipolitisch zu engagieren oder auf die Straße zu gehen?

Was kommt „danach“, was ist geplant, wo geht die Reise hin?

Warum sollte ich alles auf‘s Spiel setzen, wenn mir nicht mal ansatzweise aufgezeigt wird, wofür ich diesen Preis bezahlen soll?

„Wir“ haben 0 Struktur, keine Antworten auf einfachste Fragen, keine Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche, kein Schulungssystem für Aktivisten und vor allem kein Konzept für Menschen, die ohne Parteibuch (weil sie nicht wollen oder auch nicht dürfen) in ihren Kommunen politisch tätig sind.

Natürlich gibt es vereinzelte Ausnahmen und auch gute Projekte. Diese sind allerdings meist auf „die eigene genehme Zielgruppe“ reduziert und dementsprechend natürlich nicht effektiv. Zumindest nicht so, wie sie sein könnten.

Es wird Zeit für Effektivität.

Der Protest war richtig. Wer jetzt allerdings immer noch nicht verstanden hat, wohin die Reise geht, dem ist auch nicht mehr zu helfen!

Diejenigen, die das Spiel verstanden haben und auch bereit sind, sich einzubringen, die gilt es zu unterstützen.

Ich spreche nicht von einer neuen Partei oder davon, das Rad neu zu erfinden.

Die „alten Hasen“ sind eh fast alle betriebsblind. Ich spreche davon, diejenigen „einzufangen“, die auf der Suche nach dem letzten Stück Normalität in unnormalen Zeiten sind.

Ich denke, es wird Zeit neue Wege zu gehen.

effektivewege

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